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Prof. Dr. Ingrid Schneider

Universität Hamburg, FB Informatik, Arbeitsbereich "Ethik in der Informationstechnologie"

Keynote zum Konferenzabschluss
Digitalisierung, Ethik und Medienkompetenz: Neue Anforderungen im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und Big Data
Freitag, 23. November 2018, 14:50

Abstract

Digitalethik soll als Medienkompetenz und digitale Mündigkeit verstanden werden. Hierzu ist es notwendig, bei der Kommunikation im Internet und in Sozialen Netzwerken die ökonomischen Infrastrukturen digitaler Plattformen, Netzwerkeffekte und Machtasymmetrien zu begreifen. Um aufgeklärt handeln zu können, ist es für digitale Nutzer wichtig, Tracking und Datenanalytik sowie deren Implikationen zu erkennen. Als politische Regulierung bildet die EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einen Meilenstein. Für die digitale Mündigkeit bilden digitale Selbstverteidigung und demokratische Handlungsmöglichkeiten weitere Bausteine.

Informationen zur Person

Ingrid Schneider ist Professorin für Politikwissenschaft und seit Januar 2017 am Arbeitsbereich "Ethik in der Informationstechnologie" des FB Informatik der Universität Hamburg. Ihre Schwerpunkte sind Governance, Technikfolgenabschätzung und demokratische Gestaltung der Digitalisierung durch Recht und Politik. Von 2002 – 2016 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachgruppe Medizin/ Neurowissenschaften des Forschungsschwerpunkts Biotechnologie, Gesellschaft und Umwelt (BIOGUM) der Uni Hamburg. 1996 Dissertation, 2010 Habilitation, seit 2014 Professorin. 2014 Gastprofessur an der Universität Wien. 2013 – 2016 Mitglied einer Expertengruppe der Europäischen Kommission, 2000 – 2002 Sachverständige in der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Dt. Bundestages und seit 1996 bei Anhörungen des Europäischen Parlaments, des Europäischen Patentamts und nationaler Parlamente. Mehrjährige Berufserfahrung in Entwicklungspolitik (GIGA und Senatskanzlei Hamburg) und Medien (Gruner & Jahr, Redakteurin Dokumentation, Fact Checking).

Jüngste Veröffentlichungen:

  • The Politics of Big Data: Big Data – Big Brother? Ingrid Schneider; Ann Rudinow Saetnan; Nicola Green (eds.), darin: Schneider, I. (2018): Bringing the state back in: Big Data-based capitalism, disruption, and novel regulatory approaches in Europe, New York: Routledge, S.129 – 175.
  • Schneider, I.; Ulbricht, L.; Haunss, S.; Hofmann, J.; Klinger, U.; Passoth, JH.; Pentzold, C.; Strassheim, H.; Voß, JP. (2018): Dimensionen von Big Data: eine politikwissenschaftliche Systematisierung, in: Kolany Raiser, B.; Heil, R.; Orwat, C.; Hoeren, Thomas (eds.): Big Data and Society - Big Data und Gesellschaft. Eine multidisziplinäre Annäherung. Wiesbaden: Springer, S.151 – 232.
Weitere Informationen zum Arbeitsbereich