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Prof. Dr. Heidi Schelhowe

Jan Brockhaus
Hochschullehrerin für Digitale Medien in der Bildung sowie Konrektorin für Studium und Lehre, Universität Bremen

Keynote zum Konferenzabschluss
Anmerkungen zur Hochschule als Ort der Begegnung und zur Be-Greifbarkeit des Digitalen

Freitag, 24. November 2017, 14:50

Podiumsgespräch
Künstliche Intelligenz, Big Data und Virtual Reality – wie geht die Wissenschaft mit ihrer neuen Verantwortung um?

mit Prof. Dr. Prof. h.c. Andreas Dengel, Saskia Esken, Prof. Dr. Micha Teuscher und Jan-Martin Wiarda
Donnerstag, 23. November 2017, 17:30 – 19:30

Abstract zur Keynote

Digitalisierung als Megatrend – geht es dabei in erster Linie um Online-Lernen und zunehmende Virtualisierung von Lehre und Lernen? Ich möchte in meinem Beitrag einen anderen, im Diskurs um Digitalisierung an den Hochschulen wenig beachteten Aspekt der Digitalisierung in den Vordergrund stellen, den der Computer von Anfang an auch in sich trägt: Die Verbindung von mentalen Prozessen mit Stofflichkeit und Materialität. Dies könnte dem Zweck der Universität, ein Ort der Begegnung und des lebendigen Austauschs zu sein, neue Impulse geben. Das Be-Greifen des Digitalen, das einerseits konkret erfahrbar wird und doch auch Modellierung bedeutet, könnte zum Anlass für die Bildung akademischer Medienkompetenz werden.

Themen und Fragestellungen des Podiumsgesprächs

Der digitale Wandel durchzieht seit Jahren immer mehr Lebens- und Wirkungsbereiche und wird diese Entwicklung zukünftig noch beschleunigt fortsetzen. Das technisch Machbare wird zum Primat des Handelns, ob in der Wissenschaft oder Wirtschaft. Wie stark die künstliche Intelligenz weiter wächst, wie umfassend Virtual Reality und die Anwendung von Big Data unsere Lebenswirklichkeit und auch die wissenschaftliche Arbeit verändern werden, ist derzeit kaum abschätzbar. Ebenso wenig absehbar sind die Folgen für unser Zusammenleben in den nächsten Jahrzehnten.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Rolle der Wissenschaft in diesem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Kann bzw. muss sie eine regulatorische Rolle auch in der ethischen Diskussion für die Gesellschaft einnehmen? Ist eine engere Verzahnung von Grundlagen- und Anwendungsforschung zielführend, um die Wirkungen des Machbaren sichtbarer und diskutierbarer zu machen? Sind technische Forschungsaktivitäten künftig noch denkbar ohne eine interdisziplinäre Vernetzung mit sozialwissenschaftlichen Perspektiven? Wie verändert sich durch Künstliche Intelligenz die Rolle der Professor/innen in Lehre und Forschung, und wie beeinflusst Virtual Reality klassische Raumkonzepte in der Wissenschaft? Und was macht das alles mit der Sicherheit von Daten, Organisationen und Individuen?

Informationen zur Person

Heidi Schelhowe ist seit 2001 Professorin für Digitale Medien in der Bildung in der Informatik an der Universität Bremen. Sie leitet die interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppe dimeb mit den Schwerpunkten Softwareentwicklung für Bildungskontexte, Gestaltung schulischer und außerschulischer Lernumgebungen, Medienbildung. Sie hat die Virtuelle Internationale Frauenuniversität (vifu) aufgebaut und geleitet. 2011 – 2014 war sie Konrektorin für Lehre und Studium an der Universität Bremen.

Siehe auch: http://www.dimeb.de.