MOOCs aus unterschiedlichen Blickrichtungen betrachtet – Eine beispielorientierte und eine landesweite Sicht in Niedersachsen

Landauf und landab wird diskutiert, was MOOCs denn jetzt genau sind und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen. Neue Akronyme tauchen allerorten auf: Von xMOOCs, cMOOCs, alpha-MOOCs oder auch FROCs ist vielfach die Rede. Es herrscht daher aktuell eine gewisse Unübersichtlichkeit an den Hochschulen. Es liegen aber auch vereinzelt interessante Einschätzungen von Lehrenden vor, die zum weiteren Verständnis beitragen. Eine eher beispielorientierte und eine eher landesweite Sicht auf das Thema MOOCs in Niedersachsen werden Prof. Dr. Oliver Vornberger und Dr. Norbert Kleinefeld in ihren Vorträgen auf der Campus Innovation 2013 näher vorstellen.
Ein Vorteil dieser lebhaften Diskussion ist unbestritten, dass jetzt über die Lehre an Hochschulen viel breiter diskutiert wird als noch vor einigen Jahren. Diese Chance sollte genutzt werden, um u. a. die bisherige Qualitätssteigerung der Lehre auch durch den Einsatz digitaler Medien innerhalb der Hochschulen und in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.  Die entscheidende Frage ist dabei, welches didaktische Modell mit dem jeweiligen Lehransatz verknüpft wird. Skeptiker sagen, hier wird alter Wein (z. B. passives Bildungsfernsehen) in neuen Schläuchen (z. B. interaktive MOOCs) verkauft. Befürworter begrüßen die Zunahme an didaktischen Möglichkeiten, die durch MOOCs ermöglicht wird. Im Kern geht es beim Lehr- und Lernprozess immer wieder um einen interaktiven und lebendigen Austausch vorrangig zwischen Personen. Die Kommunikation zwischen den Lehrenden und den Lernenden sowie jeweils untereinander ist der entscheidende Aspekt bei Bildungsprozessen.   Der Blick sollte über den einzelnen MOOC-Ansatz hinaus auch auf die jeweiligen Landesstrategien gerichtet werden. Denn gerade das Thema MOOCs bedarf einer zielgerichteten und abgestimmten Strategie vieler Akteure und Einrichtungen in einem Bundesland. Mehr dazu in den Vorträgen von Dr. Norbert Kleinefeld und Prof. Dr. Oliver Vornberger.