HOOU-Sessions auf der Campus Innovation 2018: Rückblick

In vier Sessions präsentierten Projekte und Mitarbeitende der Hamburg Open Online University (hoou.de) an beiden Veranstaltungstagen #CIHH18 die Themen Spielerisch lernen, Datenschutz, HOOU-Plattformentwicklung sowie Diversität.

Tina Ladwig

Im Workshop Spielerisch lernen, moderiert von Jakob Kopczynski (HAW Hamburg), luden gleich fünf HOOU-Projekte an verschiedenen Stationen zum Ausprobieren und Entdecken ihrer Lernangebote ein. An der Station des Experimentierblogs Kniffelix (TUHH) wurden Besucherinnen und Besucher dazu animiert, alltägliche Phänomene näher unter die Lupe zu nehmen. Im Fokus stand hier die Methode des Storytellings. Beim Projekt MikiE – Mikroben im Einsatz (TUHH) konnten im Simulationsspiel Virtuelles Labor in der Rolle einer Mikrobiologin bzw. eines Mikrobiologen Versuche durchgeführt werden.
Im Point-and-Click-Adventure HORST (HAW) wurde wissenschaftliches Arbeiten anhand eines Game-based-Learning-Ansatzes nähergebracht. Auch mobile Casual Games, in denen Mathematik gelernt wird, konnten mit Mathe-Apps (HAW) gespielt werden. Und wie Gamification in einem bestehenden Mathematik-Lernszenario funktionieren kann, wurde im Projekt ohMINT (Universität Hamburg) vorgestellt.

Im Workshop „DSGVO: Das Monster zähmen“ ging es darum, das sogenannte Verzeichnis vom Verarbeitungstätigkeiten mit Leben zu füllen. Auch ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung DSGVO stehen viele Hochschulangehörige noch vor der Herausforderung, die Datenverarbeitungsvorgänge in ihrer Einrichtung dokumentieren zu müssen. Im Workshop unter Moderation von Andrea Schlotfeldt (HOOU@HAW) wurde nach einem Impulsvortrag von Lille Bernstein (MMKH) anhand einer Excel-Tabelle präsentiert, wie die Dokumentation erfolgen kann. Unter reger Beteiligung der Teilnehmenden wurden Verarbeitungsvorgänge an Hochschulen identifiziert und Details der Dokumentationspflichten, etwa mögliche Rechtsgrundlagen, erörtert. Jens Brelle (ebenfalls MMKH) rundete das Thema mit einem Kurzvortrag zum Recht am eigenen Bild in Zeiten der DSGVO ab. Fazit der Runde: Die Umsetzung der DSGVO-Vorgaben (nicht nur) auf Hochschulebene erfordert in erster Linie deutlich mehr Ressourcen.

In der Session Einblicke in die HOOU-Plattformentwicklung” wurde der anhaltende Entstehungsprozess der HOOU-Plattform beleuchtet. Unter den Fragestellungen “Warum sieht die HOOU-Plattform so aus, wie sie aussieht – wie wird sie benutzt – und was bedeutet nutzerzentrierte Entwicklung im Hochschulkontext?” wurden wertvolle Erkenntnisse sowie Meilensteine vorgestellt. Dodo Schielein und Katharina Engl berichteten aus der täglichen Arbeit des Plattform-Entwicklungsteams und gingen auf das neue Erscheinungsbild der HOOU sowie visuelle und funktionale Neuerungen des User Interface ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten praktische Anwendungen agiler Methoden wie Scrum und Design-Sprints kennenlernen und Einblicke erhalten, inwiefern UX Design bei der Entwicklung von nutzerzentrierten, digitalen Lernszenarien eingesetzt werden kann.

Zu Beginn der HOOU-Session Diversität wurden die Teilnehmenden nach Ihrem Begriffsverständnis gefragt: „Diversität“ wurde unterschiedlich interpretiert bzw. – meist ausgehend vom Arbeitskontext – auf verschiedene Dimensionen fokussiert. Moderatorin Christiane Arndt (TUHH) ordnete das Konzept „Diversität“ in die verschiedenen Diskurse ein, die sowohl Antidiskriminierung und Chancengleichheit als auch Organisationsansätze umfassen. Es wurde verdeutlicht, dass die besondere Organisationsform Hochschule auch einen besonderen Ansatz verlangt, der Heterogenität in der Lehre mit „Diversität“ verknüpft. Dies wurde am Beispiel des Ansatzes der FH Oberösterreich – dem HEAD-Wheel – dargestellt.
Anschließend hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, folgende HOOU-Projekte kennenzulernen und Ideen zur Erweiterung der Projekte um weitere Diversitäts-Dimensionen zu diskutieren:

  • Ruth Schaldach (TU Hamburg) stellte das Projekt RUVIVAL vor, welches Student/innen und Forscher/innen aus Äthiopien, Indien, Pakistan, Frankreich, Mexiko, Deutschland und vielen anderen Ländern zusammenbringt, um globale Umweltprobleme lokal anzugehen. Es ist geplant, demnächst alle Inhalte auch auf Urdu anzubieten.
  • Hop-on wurde von Tina Ladwig und Axel Dürkop (TUHH) präsentiert. Hop-on fokussiert die diversen Lebenssituationen, Bildungsziele und rechtlichen Rahmenbedingungen von erwachsenen Neuankommenden in Deutschland. Übersetzungen in weitere Sprachen sind durch die Einbindung von crowdin jederzeit möglich.
  • Das sich in der Entwicklung befindende Projekt OER-Diversitybewusste Mediengestaltung wurde von Lara Bogan (HAW) vorgestellt. Lernende können damit nachvollziehen, wie Ausschlüsse aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Rassismus, sozialer Herkunft sowie Behinderungen in Bild und Text reproduziert werden. Neben der Sensibilisierung erhalten sie Tipps für eine gender- und diversitätsbewusste Mediengestaltung.
  • Yeliz Yildirim-Krannig (HAW) stellte das Projekt EduBoxes vor, das im März 2019 online gehen wird. In verschiedenen Materialien können Nutzende erfahren, welchen Einfluss kulturspezifische soziale Netzwerke, der Umgang mit Konflikten in verschiedenen Kulturen und die Diversität auf die interkulturelle Kommunikation in Geschäftsbeziehungen haben.

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