
Gemeinsam Lernen am Web2.0-Schreibtisch - Mediabird bringt frischen Wind in die eLearning-Szene
"Beim Mediabird-Projekt geht's darum, gemeinsam zu lernen", erklärt Frank Wolf. Das von ihm und Fabian Gebert ins Leben gerufene Projekt hat es 2009 in die Runde der D-ELINA Finalisten geschafft. Seit einem Jahr entwickeln die Hamburger Studenten eine Web2.0-Lösung für kollaboratives Lernen und persönliches Wissensmanagement. Ihre Zielsetzung: "Wir wollen, dass sich gemeinsames Lernen auch auf Distanz gut anfühlt."
Bei Mediabird machen sich Benutzer in einem virtuellen Notizblock zu frei wählbaren Themen Notizen und geben diese ihren Lernpartnern oder Kollegen frei. Mit einem Textmarker können z.B. Studierende dann mit der Maus Notizen hervorheben und mit eigenen Fragen verknüpfen, die mit Kommilitonen direkt in ihrem Kontext diskutiert werden können. So entsteht eine gemeinsam erarbeitete Notizmappe zu einem Thema. "Der Witz ist, dass die Fragen der Studierenden dauerhaft mit dem Kontext verknüpft werden, in dem sie auftreten", erläutert Fabian Gebert. Der Wiederholungsmodus hilft, sich Antworten auf die Fragen und wichtige Teile der gemeinsam erstellten Notizen einprägen zu können. Dies kann für Prüfungen und Präsentationen nützlich sein - oder dem Auffrischen des Gedächtnisses dienen.
Die beiden Gründer wollen ihre Kooperationen mit den Projekten der Hamburger eLearning-Szene weiter ausbauen. "Studierende sollen zu ihren Fragen schnell passende Antworten bzw. Kommilitonen mit ähnlichen Fragen finden können." Ab dem kommenden Semester wird Mediabird im Community-System CommSy der Universität Hamburg zur Verfügung stehen. Für Moodle-Nutzer gibt es bereits ein Plug-in.
Unabhängig davon lässt sich das Tool auch auf http://www.mediabird.net/ kostenfrei nutzen. "Unsere Vision ist es, ein Werkzeug bereitzustellen, das mit klassischen Lernmethoden die technische Plattform des Internet nutzt", erläutern die beiden Studenten.